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Am Brühl – Ein Abriss

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Geschichten aus Absurdistan


Ehemalige Stücke

Am Brühl – Ein Abriss

Ein Abriss

Eine Koproduktion von Kino Datsche e.V., Cammerspiele Leipzig und Theaterlabor Bielefeld

(Mit: Laura Parker und Michael Hecht | Regie: Sascha Schmidt | Bühne & Kostüm: Julia Scheurer | Produktion: Florian Wessels | Kamera: Andreas Mirgel | Digitalisierung: Robert Carlos Ceder | Technische Unterstützung: Filmaton / Tobias Krettek)

Als vor zehn Jahren am Leipziger Brühl der Abriss von drei DDR-Plattenbauten begann, tobte in der Stadt eine Diskussion über das Areal und den Umgang mit der Vergangenheit. Sollte hier ein letztes Stück DDR aus dem Stadtbild entfernt werden? Und war der Plan, an dieser Stelle eine Shopping Mall zu eröffnen, auch Sinnbild für den Anbruch einer neuen Zeit?

Anlässlich des Abrisses der drei Gebäude und der „Blechbüchse” führte der Dokumentarfilmer und Theaterregisseur Sascha Schmidt mit rund fünfzig ehemaligen Bewohnern und Mitarbeitern des Konsument-Warenhauses mit der Kamera Interviews, die sich thematisch rund um den Alltag am Brühl drehten. Er hörte Lebensgeschichten von Umbrüchen, Abbrüchen und Aufbrüchen.

In einem dokumentarischen Theaterstück werden diese Stadtgeschichten nun nach zehn Jahren noch einmal betrachtet: Standen die Plattenbauten auch für das Leben in der DDR? Waren sie vielleicht sogar ein Mikrokosmos, in dem sich alle Widersprüche der untergegangenen Republik spiegelten?Anhand der Geschichten der mit dem Brühl verbundenen Menschen, Aufnahmen vom Abriss der Häuser und bisher unveröffentlichten Filmmaterials, wie bspw. einem 16-mm-Film, der anlässlich der Eröffnung des Konsument-Warenhauses gedreht wurde, erzählt die dokumentarische Theaterinszenierung „Am Brühl“ von Wünschen, Hoffnungen und Träumen und stellt die Frage: Wie haben sich die Veränderungen bis heute ausgewirkt – nicht nur im Stadtbild, das an einer der zentralsten Stellen der Innenstadt so umfassend verändert wurde, sondern auch zwischen den Menschen?

Die beiden Schauspieler Laura Parker und Michael Hecht schlüpfen in ständig wechselnde Rollen und stellen Lebensentwürfe nebeneinander. So verdichten sich die Geschichten der Bewohner zu einem Mosaik, das den Alltag in der DDR mit all seinen Konflikten offenbart. Standen die Häuser auf einem wackligen Fundament? Waren die Risse unter der Fassade sichtbar? Der Blick auf den Alltag am Brühl fordert den Zuschauer auf, in der eigenen Erinnerung zu graben und einen eigenen Standpunkt in Bezug auf dieses verschwundene (Gedanken-)Gebäude zu suchen.

LVZ (Dimo Rieß): “Die Reihung der Erinnerungen und Sichtweisen mag beliebig erscheinen, spiegelt aber die heterogene Nachbarschaft. Und regt an zu Debatten über getilgte Erinnerungen im Stadtbild und den fortdauernden Wandel”

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch das Kulturamt der Stadt Leipzig.

Foto: Sascha Schmidt

Sascha Schmidt arbeitet seit vielen Jahren als Autor und Regisseur. Neben zahlreichen Dokumentationen, die er für die öffentlich-rechtlichen Sender realisierte (ZDF, NDR, u.a.), schreibt und inszeniert er auch Bühnenstücke. Seine Inszenierung „Hannover Central Station“ wurde 2013 mit dem Pro Visio Preis der Kulturregion Hannover ausgezeichnet. An der Frankfurt University Of Applied Sciences hat er einen Lehrauftrag für dokumentarisches Theater.

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Eintritt:
10,00 € | 6,00 € (erm.) | (VVK ggf. abweichend)

Online-Tickets:


Spieltermine
15.12.201620:00 Uhr
16.12.201620:00 Uhr
04.01.201720:00 Uhr
05.01.201720:00 Uhr
09.02.201720:00 Uhr
10.02.201720:00 Uhr
15.02.201720:00 Uhr
16.02.201720:00 Uhr
17.02.201720:00 Uhr
18.02.201720:00 Uhr


KOMMENTARE | 1

  1. Marco sagt:

    Hallo, ich habe die Information leider erst heute erhalten. Sind weitere Aufführungstermine angedacht?
    Danke und beste Grüße aus Dresden

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