
Antriebselemente #7
Antriebselemente #7: Abschied ist ein bisschen wie Sterben – ein letztes Mal mit Säulen im Blick (am 25.06.2010)
(Spielleitung: Danilo Riedl | D: Christian Feist, Carmen Orschinski)
Es ist Freitag, 20.30 Uhr. Ein heißer Sommertag neigt sich dem Ende. Im Fernsehen wird gerade das WM-Spiel Schweiz gegen Honduras angepfiffen. Doch bevor alle in die Nacht aufbrechen, hebt sich ein letztes Mal der imaginäre Vorhang in den alten Räumlichkeiten der Cammerspiele und alle strömen zu diesem historischen Ereignis. Es heißt Abschied nehmen, wie so oft im Leben. Mit Tränen in den Augen stehen wir vor den Säulen (!) unserer Geschichte. Doch es sind auch die Tränen der Freude und so fliegen wir am Ende hinaus in die Nacht, um wenig später auf der anderen Seite wieder einzuschlagen – der Beginn einer neuen Dekade.
foto: joachim berger
Das OFFene Format „Antriebselemente” eröffnete im Oktober 09 die Spielzeit und lädt nun zu einem abschließenden herzzerreißenden Abend in die Cammerspiele-Räumlichkeiten mit den charmanten Säulen ein, bevor wir uns mit unserem legendären Sommertheater aus der Galerie KuB bis zum Oktober zur Eröffnung der neuen Spielzeit in den brandneuen Cammerspiele-Räumen verabschieden.
Ein Abend mit Überraschungen, den unendlichen Facetten der Unterhaltung, Musik und am Ende soll auch getanzt werden, und zwar zu den Rhythmen der wunderbaren Band “Viererbob”. Mit freundlicher Unterstützung der ENK Leipzig GmbH.

ANTRIEBSELEMENTE [„das OFFene Format der Cammerspiele"] die (Plural): monatlich werden die Cammerspiele zur Bühne für Musik, Literatur, Lautpoesie und Rhetorik – eine ungezwungene Form der Abendunterhaltung im Freistil der Gesangs- und Darbietungstechniken mit Improvisation und schlagfertiger Moderation. A. will als künstlerisches Betätigungsfeld verstanden werden, das zum Probieren inspiriert und die musikalischen und darstellenden Künste beflügelt.
| Zurzeit nicht im Programm |















Ach je, der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen: es muss “Gewässer” heißen, nicht “Gewässen”.
Vielen Dank für den Ausdruck meiner Leserbriefe, auch wenn sie Fehler enthalten. Ich schätze die Freiheit des Wortes.
mfg R. Ferkelborst
Meine sehr verehrten Damen und Herren,
so ist das nun einmal.
Als ich damals meinen Ohrensessel im Kulturdezernat räumen musste, standen mir auch die Gewässen in den Beinen. Aber man darf sich von sowas nicht herunterziehen lassen. Auch wenn Sie nun auf der Straße stehen – lassen Sie und Ihre Tatkraft nicht herunterziehen!
Sie sind die treibende Kraft in der Szene. Fragen Sie doch mal nebenan, ob Sie mit Ihrem Gerümpel da unterkommen. Bestimmt gibt es die eine oder andere leerstehende Girad- äh Garage.
Ich werde, so bald ich wieder hutschen kann – Klumpfrieda pflegt mich, ich bin beim Einkaufen gestürzt – die Cammerspiele in Ihrem hoffentlich neuen Domozil besuchen. Vielleicht bringe ich auch den Herrn Grdagrit mit, der ist immer ganz angegangen von Ihrer Spielkunst. Heute soll ja auch eine Kapelle bei Ihnen spielen, hab ich gehört. Ei, das erinnert mich an meine Jugend. Damals habe in der Kirche Hornflöte geblasen. Am liebsten in der Osterzeit.
Bis auf bald!
Genesend, Ihr Rupert Ferkelborst