Stimmt ab für Euer Lieblingstheater
Montag, 24. Oktober, 2011
Die Spenden-Aktion von der ING-DiBa ist nun vorbei. Leider sind wir nicht in den Genuß der 1.000,- Euro gekommen, freuen uns aber sehr, dass wir 352 Stimmen ergattern konnten und einen Rang unter den ersten 25% der Vereine eingenommen haben. Wir danken allen Abstimmern für die Teilnahme.
Premieren im November
Mittwoch, 12. Oktober, 2011
Es gibt gleich zwei neue Premieren im November: “BOEING, BOEING“, die neue Inszenierung von Sebastian Börngen und unser diesjähriges Jugendtheaterprojekt “Krabat” unter der Leitung von Susann Schreiber.
“Teorema” – erste Fotos von der Generalprobe
Donnerstag, 6. Oktober, 2011

Foto: Hannes Fuhrmann
Heute starten die Cammerspiele mit der Produktion “Teorema – destroy your family” in die neue Spielzeit. Hier ein paar Eindrücke aus der Generalprobe.
Trailer zu “Teorema – destroy your family”
Montag, 26. September, 2011
Für alle, die ihn auf den diversen sozialen Netzwerken noch nicht gesehen haben, hier der Trailer unserer Koproduktion mit “dem Üz” und der “Dramatischen Spielgemeinschaft 05“.
Wilkommen zur Spielzeit 2011/2012
Montag, 19. September, 2011

Fotos: Ivo Dimchev & Mathias Schäfer
Die neue Spielzeit steht bevor und wird mit dem Stück “Teorema – destroy your family” (Regie: Christian Hanisch), inspiriert von Pier Paolo Pasolini – eine Koproduktion mit “Das Üz” und der “Dramatischen Spielgemeinschaft 05” – eröffnet. Außerdem beehrt uns wieder Burkhard Bering mit seinem Kaffeetassen-Puppentheater und zeigt seine Version von “20.000 Meilen unter dem Meer“. Des Weiteren macht der Performer und Choreograph Ivo Dimchev aus Bulgarien im Rahmen des Internationalen Performancefestivals „Blauverschiebung No 4“ in unseren Räumen Station. Mit “Erniedrigte und Beleidigte” (Regie: Sebastian Börngen) gibt es eine Wiederaufnahme aus der letzten Spielzeit und VierVolt liefern sich ein Improvisationstheater-Battle mit der Gruppe Rababakomplott aus Jena. Hier findet ihr unseren Spielplan für Oktober. Wir freuen uns auf ein spannendes Theaterjahr!
Jahresrückblick 2010/2011
Mittwoch, 24. August, 2011

Foto: pixelio.de
September 2010:
Die letzten spätsommerlichen Tage in Leipzig. Das hiesige Stadttheater hat schon die ersten Premieren gefeiert, während die Cammerspiele eifrig das erste große Event, das der Spielzeiteröffnung vorangehen soll, planen: Die 12. Sächsischen Amateurtheatertage, die dieses Jahr zum ersten Mal in Leipzig stattfinden werden.
1. Oktober 2010:
Es ist knackevoll in der nagelneuen Halle D, in der die Amateurtheatertage eröffnet werden. Die Veranstaltung beginnt mit der Verleihung des Sächsischen Amateurtheaterpreises, der dieses Jahr an eine Produktion der Cammerspiele geht: „Darjeeling Express“, inszeniert von Christian Hanisch, das direkt im Anschluss auch aufgeführt wird. Die Freude bei den Cammerspielern ist groß, die Schauspieler stecken voller Energie und lassen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als der DVD-Player mitten in der Aufführung zu streiken beginnt. Die nächsten Tage stehen ganz im Zeichen der Festivalorganisation. Die Cammerspieler, die vor lauter Organisationsarbeit kaum dazu kommen, sich die eingeladenen Stücke anzusehen, sind am Ende der Tage glücklich, weil alles so gut geklappt hat, und sehr müde, weil an schlafen nicht zu denken war.
10. Oktober 2010:
Die eigentliche Eröffnung der Spielzeit, die unter dem Motto „Härtefälle“ steht, bildet natürlich eine hauseigene Premiere: „Mythosmaschine – gog magog wars“, eine postapokalyptisches Endzeitstück mit 3.000 auf der Bühne liegenden PET-Flaschen von Christian Hanisch. Das Stück sorgte gleichermaßen für Begeisterung und Verwirrung, hat sich den Zuschauern aber in jedem Fall durch die atmosphärische Plastikflaschenbühne ins Gedächtnis gebrannt.
9. Dezember 2010:
Der November sollte der Monat sein, in dem die Cammerspiele von der einen auf die andere Seite des Innenhofs der Kulturfabrik Leipzig ziehen, aber wie es häufiger beim Bauen ist, verzögern sich die Arbeiten und das Warten beginnt. In der Zwischenzeit legt sich der Schnee auf die Ziegeldächer des Werk 2 und beschert dem alten Cammerspiele-Saal beim diesjährigen Weihnachtsstück jede Menge Schneematsch auf der Bühne und einen rutschigen Treppenaufgang. Elisa Jentsch hat sich für den kapitalimuskritischen Kinderklassiker „Das kalte Herz“ entschieden und liegt damit genau richtig. Während es sich die Eltern am Glühweinstand des Werk 2-Weihnachtsmarktes gemütlich machten, litten die Kinder mit Peter Munk und gruselten sich beim Auftritt des Holländer-Michels.
15. Januar 2011:
Weihnachtsurlaub, Sylvester-Böller am Kreuz, Kater, erste Premiere 2011: „Sagt Lila“, inszeniert von Julia Lehmann. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Neubautristesse und Banlieu-Romantik. Trotz harter Sprache, wird eine poetische und oft komische Geschichte erzählt. Gut in Erinnerung bleiben die unzähligen alten Röhren-Fernseher, die unseren viel zu kleinen Fundus bis zur nächsten Sperrmüllaktion verstopften. Das Stück fährt später im Juni zum IV. Internationalen Studententheaterfestival der Drehbühne Brno, nach Tschechien, an dem wir mittlerweile zum vierten Mal teilnahmen.
26. Januar 2011:
Zwei Wochen danach bereits die nächste Premiere: Nikolai Gogols „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ (Regie: Danilo Riedl). Der Blick in den Kopf eines langsam dem Wahnsinn verfallenden russischen Beamten. Auf der Bühne stehen Ziegelsteine, die Zuschauer sitzen sich gegenüber, Videoprojektionen flimmern hinter den Sitzen und am Ende steht der Hauptdarsteller im Schlüpfer da und ist über und über mit brauner Farbe beschmiert. Flecken an der Wand und an den Säulen, die so oft die Sicht auf die Bühne versperrten; der Verein fiebert auf den Umzug hin.
20. Januar 2011:
In der Zwischenzeit kann man ja Geld für die Ausstattung der neuen Räumlichkeiten sammeln. Die in unserer Antriebselemente-Reihe gegründete Brachialübersetzer-Kapelle „Das Wunderkind“ und „Li Hanabi“, die Leipziger Band des Jahres 2010 locken die Massen zu unserer Benefiz-Revue in die Halle D. „Computer Says No“ musste leider kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Im neuen Raum geht es weiter voran, zu sehen gibt es unter anderem eine durchbrochene Wand, jede Menge Schutt und Tapetenreste sowie ein wunderschönes Loch in der Decke, durch das man in den kalten Winterhimmel sehen kann.
4. Februar 2011:
Letzte Spielzeit inszenierte Sebastian Börngen noch in unserer NewCammer-Reihe das Stück „I love Lenz“, inspiert von Georg Büchner. Diese Spielzeit ist es Dostojewskis Roman „Erniedrigte und Beleidigte“, den er zur Grundlage seiner Inszenierung nimmt. Unser fleißiger Techniker Daniel sorgte hinter der Bühne mittels Kamera für Live-Videos, die vor der Bühne auf die Leinwand projiziert werden. Die Inszenierung lockt viele Besucher in die Cammerspiele und ist das einzige Stück, das sowohl im alten als auch später im neuen Cammerspiele-Raum aufgeführt wird.
24. Februar 2011:
Es wird langsam wärmer und vom Schnee sind nur noch ein paar Pfützen übrig geblieben. Der neue Aufführungssaal hat zwar kein Loch mehr in der Decke, ist aber leider immer noch nicht fertig. Deshalb muss unsere Thomas Mann-Inszenierung „Joseph und seine Brüder“, inszeniert von Christian Hanisch und Susann Schreiber, ausweichshalber in der Halle D stattfinden. Durch das Stück lernen wir, neben viel Thomas Mann, auch (Kunst-)Blut kochen und, wie 200 Spielzeugschafe auf der Bühne aussehen.
14. April 2011:
Der März vergeht, der neue Raum nimmt immer mehr Gestalt an. Alle Cammerspiele renovieren, wischen, hämmern, sägen und basteln. Kabel werden verlegt, Halterungen für die Scheinwerfer verankert, der Starkstrom angeschlossen, Stühle montiert. Die Arbeiten gehen bis kurz vor die Premiere unseres diesjährigen Newcammer-Stückes „Angriffe auf uns“ von Christopher Köhler. Alle neuen Stühle sind besetzt und niemand ahnt, wie knapp es war und wir sind glücklich über den schönen neuen Raum, was Ende April dann auch gebührend ausgiebig gefeiert wird!
4. Mai 2011:
Die nächste Premiere steht ins Haus: „IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL“, von vielen Cammerspielern liebevoll „Örkl“ oder einfach „Die Fehlermeldung“ genannt, inszeniert von Jan-Henning Koch. Unzählige Papphocker werden grün angestrichen und diverse Stangen und Besenstile gehen bei den Proben und während der Aufführungen unfreiwillig zu Bruch – und man kann sehen: Auch der neue Raum lässt sich über die lange Breitseite gut bespielen. Nach der Premiere brennt die Frühjahrssonne so als wäre es schon Sommer und am…
18. Mai 2011:
… zur Premiere von „Effi Briest“ (Regie: Elisa Jentsch) verwandelt sich der neue Raum in eine Sauna. Ab da wird die Kasse ins Erdgeschoss verlegt und bis fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltungen wird gelüftet was das Zeug hält. Außerdem müssen ab jetzt auch immer alle Fenster geschlossen bleiben, denn bei „Effi Briest“ fungiert eine Punk-Band als Nebendarsteller und bringt den Fußboden der neuen Cammerspiele zum Beben.
20. Juli 2011:
Bis in den Juli kehrt Ruhe ein, die Premieren sind erfolgreich abgespielt, an den neuen Raum haben wir uns gewöhnt und die Säulen aus dem alten Raum sind fast schon in Vergessenheit geraten. Nur noch drei tapfere Regisseure sind am Werk und inszenieren gemeinsam unser diesjähriges Sommertheater „Die Nibelungen – ein Epos, drei Regisseure“, das die Spielzeit am 6. August auf der Freifläche des Werk 2, vor der „Wall Of Fame“, auf der auch unsere Impro-Theatergruppe “VierVolt” im Sonnenschein auftrat, unter großem Applaus, mit einem gespendeten Feuerwerk und einer Abschlussparty beschließt. Wir danken allen Freunden, Besuchern, Helfern, Unterstützern und Künstlern, die diese Spielzeit mit uns umgesetzt und gestaltet haben. Habt alle eine schöne Sommerpause. Wir sehen uns im Oktober wieder.



























