Spiel und Brote/van der Hoffmann

Freitag, 7. Oktober, 2011

(R: Solveig Hoffmann | D: Daniel Reichelt, Max Schaufuss)

Vielleicht liegt die Wurzel fürs deutsche Unheil gar nicht
in vorderster Linie in der politikabgewandten
Innerlichkeit, sondern im Gegenteil – in der Unfähigkeit
der Deutschen, dem Privaten Aura, Pathos, Ästhetik zu verleihen?
Cora Stephan: Rückzug ins Private?

„Spiel und Brote“ ist der Titel eines Projekts, das den „guten alten Alltag“ in einen Theaterraum holt – und damit die Spannung zwischen Alltäglichem und Besonderheiten, zwischen der Sicherheit von Routine und dem Wunsch nach Außergewöhnlichem thematisiert. Dazu wird eine alltägliche Situation aufgegriffen: Die Zuschauer essen mit den beiden Darstellern zusammen zu Abend. Man deckt gemeinsam den Tisch, bereitet Käse- und Wurstplatten zu und kommt ins Gespräch – alles im Licht der Theaterscheinwerfer, die die Situation dennoch als nachgestellt entlarven. Die Zuschauer nehmen direkt Anteil, spielen zum Beispiel gemeinsam „Kommando Pimperle“. Am Tisch nun kommt die Entwicklung des Abends in Gang. Die Frage, „was Alltag eigentlich ausmacht“ wird umfangreich beleuchtet, bis das Undenkbare geschieht: Spiderman erscheint und springt auf den Tisch. Mit ihm findet das Abenteuer, das Heldentum, das Außergewöhnliche in den Abend. Ob Spiderman uns alle retten wird, oder ob er sich mit an den Tisch setzen wird – das soll hier noch offen bleiben. Fest steht nur die Schlussfrage:

„Der Alltag sollte doch eigentlich vielleicht die beste Zeit des Lebens sein.
Aber wie erreiche ich das?“

Foto: PR

Die freie Gruppe „van der Hoffmann“ arbeitet mit wechselnden Darstellern seit 2004 unter Leitung der Regisseurin Solveig Hoffmann. Die aktuelle Produktion ist in Zusammenarbeit mit „werkstattmacher e.V.“ im LOFFT entstanden.

Eine Hommage ans Tisch decken, Essen, Abräumen und Spülen: Wir holen den Alltag ins Theater und entheben ihn damit ein Stück weit seiner Alltäglichkeit. Unter Einbeziehung des Publikums – Spieler und Zuschauer sitzen an einem Tisch und essen zusammen zu Abend – suchen wir nach dem Besonderen im Alltäglichen, nach einem rettenden Superhelden und nach dem letzten Nutellabrot.

Produktion von van der Hoffmann zusammen mit werkstattmacher e.V.

„Spiel und Brote“ ist der Titel eines Projekts, das den „guten alten Alltag“ in einen Theaterraum holt – und damit die Spannung zwischen Alltäglichem und Besonderheiten, zwischen der Sicherheit von Routine und dem Wunsch nach Außergewöhnlichem thematisiert. Dazu wird eine alltägliche Situation aufgegriffen: Die Zuschauer essen mit den beiden Darstellern zusammen zu Abend. Man deckt gemeinsam den Tisch, bereitet Käse- und Wurstplatten zu und kommt ins Gespräch – alles im Licht der Theaterscheinwerfer, die die Situation dennoch als nachgestellt entlarven. Die Zuschauer nehmen direkt Anteil, spielen zum Beispiel gemeinsam „Kommando Pimperle“. Am Tisch nun kommt die Entwicklung des Abends in Gang. Die Frage, „was Alltag eigentlich ausmacht“ wird umfangreich beleuchtet, bis das Undenkbare geschieht: Spiderman erscheint und springt auf den Tisch. Mit ihm findet das Abenteuer, das Heldentum, das Außergewöhnliche in den Abend. Ob Spiderman uns alle retten wird, oder ob er sich mit an den Tisch setzen wird – das soll hier noch offen bleiben. Fest steht nur die Schlussfrage:

„Der Alltag sollte doch eigentlich vielleicht die beste Zeit des Lebens sein.

Aber wie erreiche ich das?“

Die freie Gruppe „van der Hoffmann“ arbeitet mit wechselnden Darstellern seit 2004 unter Leitung der Regisseurin Solveig Hoffmann. Die aktuelle Produktion ist in Zusammenarbeit mit „werkstattmacher e.V.“ im LOFFT entstanden.

Eine Hommage ans Tisch decken, Essen, Abräumen und Spülen: Wir holen den Alltag ins Theater und entheben ihn damit ein Stück weit seiner Alltäglichkeit. Unter Einbeziehung des Publikums – Spieler und Zuschauer sitzen an einem Tisch und essen zusammen zu Abend – suchen wir nach dem Besonderen im Alltäglichen, nach einem rettenden Superhelden und nach dem letzten Nutellabrot.

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21: Der letzte Auftritt

Freitag, 7. Oktober, 2011

KLEINE.WELT.BÜHNE.LEIPZIG 2011: Theatrale Verbohrtheit zwei

(Regie und Ausstattung: Dietmar Voigt | Spiel: Verena Noll | Text: Mark Daniel*)

„Es ist, um wahnsinnig zu werden. Und die Wahnsinnigen sind es,
die töten . . . Ich werde es nicht ertragen, ohne dich zu leben, ohne
dein Gesicht, das ich anbete, und das mir die Lust einflößt, einen
Revolver zu nehmen und auf dieses Gesicht zu schießen.“

Jean Cocteau

Sie ist unschön zu Ende gegangen, die Affäre mit Ben. Christine, die Verlassene, kann und will dieses Ende nicht akzeptieren, ihr Angebeteter aber hat sich verschlossen und geht ihr aus dem Weg. Doch die Frau, eine  Schauspielerin – noch fremd in der Stadt, daher ohne Freunde und eh in einer Sinnkrise – klammert und muss irgendwohin mit ihrer negativen Energie, mit ihren Empfindungen und ihrer Einsamkeit. Also hockt sie sich vor ihren Kassettenrecorder und bespricht ein Tape für den Widerspenstigen, der ihr keine Chance geben mag. Ein letzter Auftritt der Künstlerin, eine temperamentvolle Abrechnung, bei der sich Wut, Frust, Depression, Trotz und Melancholie entladen. Und man fragt sich, was sie tun wird, wenn das Band zu Ende ist . . .
Ein Monolog zwischen Seelen-Striptease und mühsamem Abstützen an einer selbstgebauten brüchigen Fassade.

*) Mark Daniel ist SZENE-Redakteur der LVZ-Kulturredaktion. Dies ist sein erstes Theaterstück.

21: Der letzte Auftritt from VISIXvimeo on Vimeo.

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Internationales Performancefestival „Blauverschiebung No 4“

Donnerstag, 8. September, 2011

Am 07.10. um 20.30h in den Cammerspielen Leipzig, Kochstr. 132:

Ivo Dimchev & Special Guests

Ivo Dimchev (1976) ist ein Performer und Choreograph aus Bulgarien. Für seine Performances nutzt er künstlerische Elemente, die dem Tanz, der Musik, Malerei und Fotografie entlehnt sind.

Neben seiner eigenen künstlerischen Arbeit leitete er unter anderem die Masterklasse am Nationaltheater in Budapest, dem Royal Dance Conservatorium of Belgium in Antwerpen und dem DanceWeb in Wien. Darüber hinaus ist er der Gründer und Leiter der Humarts Foundation in Bulgarien und organisiert den jährlich stattfindenden Wettbewerb für zeitgenössische Choreographie. Nach seinem Abschluss im Fach Performancekunst an der Dasarts Academy in Amsterdam lebt er in Brüssel, wo er mit „Volksroom“ einen eigenen Ort für Performancekunst gründete.

Foto: Ivo Dimchev

Für weitere Infos zum Performance-Festival „Blauverschiebung No 4“ vom 6.-8.10. in Leipzig:

Franziska Eißner
galerie KUB
Kantstrasse 18 | 04275 Leipzig | Germany
exhibitions . concerts . performancefestival blauverschiebung

artpa e.V.
Vorstand
kontakt@galeriekub.de
www.galeriekub.de
Fon: 0170/ 77 41 236

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Mädchen in Rüstung

Dienstag, 10. Mai, 2011

(R: Hannah Fissenebert, Peer Ziegler | Text: Maxim Kares | Dramaturgie: Hanna-Laura Veit | D: Hannah Fissenebert, Saskia Geißler, Merle Hieber, Maxim Kares)

Am 30. Mai 1431 machte der Scheiterhaufen von Rouen die 19-jährige Jeanne d’Arc unsterblich.

Drei junge Darstellerinnen erzählen, begleitet von einem Musiker, das Leben der Jeanne d’Arc von den ersten Stimmen an, die sie hört, über das Frausein, das sie nicht kann, hin zur Liebe, die sie verwirrt. Jeanne sitzt unterm Feenbaum, sie flickt ihr Kleid, als der heilige Michael erscheint und befiehlt: „Befreie Frankreich!“ Sie geht zum Dauphin, kriegt eine Armee, schneidet einem Soldaten die Eier ab und wird Chef de Guerre. Die Jungfrau schlägt heilige Schlachten, schläft fast mit einem Engländer, krönt den Dauphin, im Siegestaumel stolpert sie, fällt in die Arme Gottes, Gefangenschaft, Inquisitionsprozess, Verbrennung der Volkshexe. Aber hier geht es nicht nur um die Geschichte der Jeanne d‘Arc. Das Erzählen selbst wird zur Handlung und klar ist nicht mehr, ob hier die Figuren der Geschichte, die Erzähler oder ihre private Person zu sehen sind.

Foto: "Die Erzähler"

Hildesheimer Allgemeine Zeitung: „In rasanter, bitterer Virtuosität wird in der so sparsamen wie durchschlagenden Inszenierung die Geschichte durchjagt und Geschlechterrollen in Frage gestellt. Vor allem aber werden Szenen verdichtet, zugespitzt, fühlbar gemacht.“

Infos zur Theatergruppe „Die Erzähler“:

„Die Erzähler“ sind eine Theatergruppe, die das Erzählen einer Geschichte zum Stück gemacht hat. Dabei verdichtete und dramatisierte Maxim Kares in „einer klaren, rhythmischen und reflektierenden Prosa“ (Hildesheimer Allgemeine Zeitung) das in Improvisationen entstandene Textmaterial. Regie führten Peer Ziegler und Hannah Fissenebert, die zum poetisch-vulgären Ausdruck eine E-Gitarre, klackende Schuhe und schwitzende Körper auf nackte Bühne bringen, Ingredienzien, mit denen die Darsteller Saskia Geißler, Merle Hieber, Hannah Fissenebert und Maxim Kares Bilder erzeugen, die Kopfkino bereiten. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung schreibt dazu weiter: „In rasanter, bitterer Virtuosität wird in der so sparsamen wie durchschlagenden Inszenierung die Geschichte durchjagt und Geschlechterrollen in Frage gestellt. Vor allem aber werden Szenen verdichtet, zugespitzt, fühlbar gemacht.“

Am 30. Mai 1431 machte der Scheiterhaufen von Rouen die 19-jährige Jeanne d’Arc unsterblich.

Drei junge Darstellerinnen erzählen, begleitet von einem Musiker, das Leben der Jeanne d’Arc von den ersten Stimmen an, die sie hört, über das Frausein, das sie nicht kann, hin zur Liebe, die sie verwirrt. Jeanne sitzt unterm Feenbaum, sie flickt ihr Kleid, als der heilige Michael erscheint und befiehlt: „Befreie Frankreich!“ Sie geht zum Dauphin, kriegt eine Armee, schneidet einem Soldaten die Eier ab und wird Chef de Guerre. Die Jungfrau schlägt heilige Schlachten, schläft fast mit einem Engländer, krönt den Dauphin, im Siegestaumel stolpert sie, fällt in die Arme Gottes, Gefangenschaft, Inquisitionsprozess, Verbrennung der Volkshexe. Aber hier geht es nicht nur um die Geschichte der Jeanne d‘Arc. Das Erzählen selbst wird zur Handlung und klar ist nicht mehr, ob hier die Figuren der Geschichte, die Erzähler oder ihre private Person zu sehen sind.

Die Hildesheimer allgemeine Zeitung schrieb: „In rasanter, bitterer Virtuosität wird in der so sparsamen wie durchschlagenden Inszenierung die Geschichte durchjagt und Geschlechterrollen in Frage gestellt. Vor allem aber werden Szenen verdichtet, zugespitzt, fühlbar gemacht.“

Infos zur Theatergruppe „Die Erzähler“:

Die Erzähler“ sind eine Theatergruppe, die das Erzählen einer Geschichte zum Stück gemacht hat. Dabei verdichtete und dramatisierte Maxim Kares in „einer klaren, rhythmischen und reflektierenden Prosa“ (Hildesheimer Allgemeine Zeitung) das in Improvisationen entstandene Textmaterial. Regie führten Peer Ziegler und Hannah Fissenebert, die zum poetisch-vulgären Ausdruck eine E-Gitarre, klackende Schuhe und schwitzende Körper auf nackte Bühne bringen, Ingredienzien, mit denen die Darsteller Saskia Geißler, Merle Hieber, Hannah Fissenebert und Maxim Kares Bilder erzeugen, die Kopfkino bereiten. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung schreibt dazu weiter: „In rasanter, bitterer Virtuosität wird in der so sparsamen wie durchschlagenden Inszenierung die Geschichte durchjagt und Geschlechterrollen in Frage gestellt. Vor allem aber werden Szenen verdichtet, zugespitzt, fühlbar gemacht.“

Regie: Peer Ziegler, Hannah Fissenebert

Dramaturgie: Hanna-Laura Veit

Spiel: Merle Hieber, Hannah Fissenebert, Saskia Geißler, Maxim Kares

Text: Maxim Kares

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MaleLE! – die Vernissage

Donnerstag, 10. März, 2011

„Jeder ist ein Künstler.“
(Joseph Beuys)

Freunde und Förderer der Cammerspiele Leipzig, Darsteller, Regisseure, Mitwirkende und Wegbereiter nehmen den Stift in die Hand und malen ihr „Cammerspiele-Bild“.

Alle in den letzten Wochen entstandenen Werke präsentieren wir an diesem Sonntag in den neuen Räumlichkeiten der Cammerspiele und beschließen damit die Aktionswoche der Kulturfabrik Leipzig. Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Nachmittag mit Musik, einem Gläschen Sekt und vielen tollen Bildern.

MaleLE! Malen für einen guten Zweck.

Eine Initiative der Leipziger Volkszeitung für Leipzig, Mitteldeutschland, Deutschland, Europa und die Welt, mit Malerei als Thema – an der sich die Kulturfabrik Leipzig beteiligt. Wir unterstützen die Initiative der Leipziger Volkszeitung „MaleLE!“; malen gemeinsam mit für einen guten Zweck und unterstützen mit vielen anderen eine einmalige Kunstaktion.

Vom 11. bis zum 17.04.2011 findet unsere kreative Mal- und Zeichenwoche in der Kulturfabrik Leipzig statt – das heißt in den Cammerspielen, der Frauenkultur, der Halle 5 und im Werk II.

Kulturfabrik Leipzig / Windscheidstr. 51 / 04277 Leipzig / www.kulturfabik-leipzig.de

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20 000 Meilen unter dem Meer

Donnerstag, 10. Februar, 2011

mit dem Kaffeetassen-Puppentheater

(für Kinder ab 5 Jahren)

Das Kaffeetassen-Puppentheater spielt “20 000 Meilen unter dem Meer”. Patrick und Dieter, die kaffeetrinkenden Hauptrollen des Puppentheaters werden diesmal was ganz neues präsentieren. Sie lernen einen Mann kennen, der mit seinem U-Boot unter dem Meer lebt und dort ungewöhnliche Dinge erlebt. Ausversehen hat er mit seinem Unterseeboot das Boot von Patrick und Dieter gerammt, weil er nicht aufgepasst hat. Nun gehen die beiden mit dem Kapitän und seinem U-Boot auf große Reise…

Mit Burkhard Bering aus Berlin

Foto: Burkhard Bering

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