Falsche Liebe
Dienstag, 6. Oktober, 2009
Songs&Stories
(mit M. Kunze und Anatoly Zhivago)
Die Hamburger kreative Perle Maren Kunze und der Singer/Songwriter Anatoly Zhivago präsentieren einen Abend voller Songs und Stories. Melancholisch und tieftraurig, urkomisch und völlig absurd.
Sich fremd miteinander fühlen, als träfen sich zwei Außerirdische. Drei Jahre die Zahnbürste des Geliebten benutzen, obwohl der schon längst gegangen ist. Mit dem Kopf in einem Kürbis verschwinden, um sich nicht länger anschauen zu müssen. Nach den vielen Stunden, sich selbst wieder neu erfunden, lässt sie den Regen reden. Die See will sie umarmen, die Wellen werden sie vorm Stillstand bewahren. Wenn die Hafenlichter sie ansehen ist sie bereit, sich zu verlieren. Die Tiefen können nicht ohne Abgründe. Das ist “Amour Faux” - Falsche Liebe. - “Wir suchen, weil wir nicht aufhören können.”

Mondgucker
Freitag, 1. Mai, 2009
(R+T: Gerno Knall | D: Gerno Knall)
Gastspiel des Knalltheaters
Clown Daniel sitzt in seinem Zimmer und schaut hoch zum Mond. Er hat Angst, selbst nicht so leuchten zu können wie der Mond am Himmel, deshalb spielt Daniel immer nur für sich allein und für sein Quietsch-Entchen. Dabei überlegt er, wie er sich der Außenwelt zeigen kann. Daniel sucht seine vollkommene Figur. Sein Nachbar, der ihn heimlich beobachtet, wird Zeuge wie Daniel seinen Auftritt, den er immer wieder auf den Nimmerleinstag verschiebt, übt, variiert, wieder verwirft und schließlich neu konzipiert.
Gegen Ende, nachdem sich Daniel auf zum Mond gemacht hat, weil “Da kann mich jeder sehen. Da muss ich mir nicht überlegen in welcher Figur ich mich zeige. Da bin ich einfach Mond, mal groß, mal klein, mal ganz mittel …” übernimmt der heimliche Beobachter seinen Monolog und stellt fest: “Das mit seinem Verschwinden auch irgend etwas in mir verschwand.”
Warten auf die Neuberin
Sonntag, 26. April, 2009
(R+T: Gerno Knall, Armin Zarbock | D: Gerno Knall, Armin Zarbock)
Gastspiel von Knalltheater und Dramatische Spielgemeinschaft 05
1737 verbannte Friederike Caroline Neuber, genannt „die Neuberin”, den Hanswurst von der deutschen Bühne. Das Theater sollte „von seinen rohen, verwilderten Zügen befreit und zu einer Pflegestätte des guten Geschmackes und der Erbauung” werden. Doch es gibt keine nachweislichen Belege dieser Verbannung. So warten im Szenario Hans und Wurst auf ihre Hinrichtung. Doch die Neuberin kommt nicht. Also spinnen die Protagonisten ein absurdes Spiel. Sie erschaffen in performanceartigen Begegnungen zwischen Gottsched und Neuber eine Mischung aus Clowns- und Sprechtheater. „Wissenschaftler” treten auf, die die Grundsituation des Wartens auf den eigenen Tod kommentieren. Ein theatrales Experiment in Kooperation von Knalltheater und Dramatische Spielgemeinschaft 05.













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