Angriffe auf uns

(inspiriert von René Pollesch und Martin Crimp)

(inspiriert von René Pollesch und Martin Crimp)

(R: Christopher Köhler | Co-Regie/ Assistenz: Lisa Günther | D: Valeska Fuchs, Tim Josefski, Helena Wölfl, Karsten Zahn | Medien/ Video: Fabian Stiepert | Bühne: Tino Priem | Kostüme: Liese Endler)

„Ich bin ich. – Was halten Sie
davon, vielleicht ist es so,
vielleicht ist es aber auch nicht so!
Alle: Ja, vielleicht ist es so,vielleicht
ist es aber auch nicht so.“
Georg Büchner – „Leonce und Lena“
Erster Akt, zweite Szene

Was haben Schauspieler, das Theater, ein Kühlschrank, Plastiktüten und eine Utopie gemeinsam? Nichts. Oder vielleicht doch? – Wir liefern keine Geschichte!

Auf der Suche nach einer Identität spielen vier Menschen zwischen den Fragmenten der medialen Bilder, der Verhöre, des internationalen Terrorismus und der Konsumgesellschaft, um die Spuren der vermeintlich gelebten Leben zu entdecken. Sie klammern sich an eine Utopie – eine Person, die nie erscheinen wird. Wer bin ich? Und wenn ja warum? Vom Wohnzimmer in den Kosmos. Live-Schaltungen über globale Ereignisse präsentieren eine hyperreale, sich schnell verändernde Welt. Mittendrin und trotzdem nicht dabei – „Keiner wird den wirklichen Gang solcher Ereignisse unmittelbar erfahren, aber jeder wird ein Bild von ihnen erhalten haben“ (Jean Baudrillard).

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Wir starten den Selbstversuch: Lohnt es sich die Dramen der Zeit neu aufzurollen? Mit viel Ironie, Absurdität und Wortwitz ist die Zeit gekommen, dies zu entdecken. Denn der Angriff beginnt jetzt. Angriffe auf Uns ist ein wahnwitziges Theaterstück, das mit der Erwartungshaltung der Zuschauer spielt – inspiriert von René Pollesch und Martin Crimp.

Foto: Liese Endler

Christopher Köhler, geb. 1987 in Wiesbaden. Aufgewachsen in Deutschland und Jordanien. Seit 2009 Studium der Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig. 2010 Regie-Hospitanz am Centraltheater in „Die Nacht, Die Lichter“ (Regie: Sascha Hawemann) sowie die Inszenierung „Gartenzwerge im Stechschritt“ am Theater der jungen Welt (Regie: Steffen Georgi).

Lisa Günther, geb. 1990 in Anklam. 2008 FSJ-Kultur sowie Regie-Hospitanz („Emil und die Detektive“) am Volkstheater Rostock. Seit 2009 Studium der Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig.