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DEAD WHORE

Regie: Lea Matika

Aufgrund von einem Krankheitsfall im Team müssen die geplanten Vorstellungen von DEAD WHORE vom 15.-18. Oktober 2020 leider entfallen. Bereits erworbene Tickets können an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Geplant ist, die Vorstellungen im Frühjahr 2021 nachzuholen. Informationen zu den neuen Terminen erhalten sie in Kürze auf unserer Homepage.

„Matthias postete nichts außer Smileys unter jedes Foto“

Im Jahr 2008 erwürgte und enthauptete Matthias Schoormann seine Bekannte Bianca B., von der er nach einem Liebesgeständnis zurückgewiesen worden war. Bevor er Suizid beging, schoss er Fotos ihrer nackten, kopflosen Leiche und stellte diese unter dem Titel „Dead Whore“ in ein Internetforum. Ein vollbärtiger, Macheten reckender Täter. Das Opfer passiv, verfügbar, weiblich. Bilder eines Mannes, Bilder einer Frau.

Foto: Mim Schneider

Wie inszenieren sich Männlichkeitsbewegungen wie z.B. Alphas, Incels oder Rebels im Internet und der Musikkultur? Wie wird Weiblichkeit zur reinen Projektionsfläche und Schlachtfeld zerstörerischer Männlichkeit?

Der Mordfall wird zum Ausgangspunkt einer Popkultur-Collage mit Musikeinlagen, die geschlechtsspezifische Ausprägungen von Begehren und Gewalt unter die Lupe nimmt und Inszenierungen von Geschlechterbildern kritisch verhandelt.


Es spielen: Kai Dillenberger, Lea Matika, Stefan Pflugradt | Regie: Lea Matika | Musik: Andreas Klinger | Videoprojektionen: Saou Tanaka | Dramaturgie: Marie Kraja