Der trojanische Pudel

von Goethe/ Östrovsky | Margarethe und Heinrich in den Fängen des modernen Liebesdikurses | Regie: Sophie Östrovsky

Goethe wurde seinerzeit an den Idealen der „romantischen Liebe“ gemessen, an deren Produktion er selbst mitgewirkt hatte. Welches Verhältnis besteht zwischen Margarethe und Heinrich? Man stelle sich vor, die beiden wären bereits ein Paar und versuchen ihre Liebe am Leben zu erhalten. Doch pudelgleich schleichen sich Zweifel ein. Ein stetiger Versuch. Wie auch die Liebe ein ständiges Ausprobieren bei Goethe war und noch heute ist.

Die Inszenierung „Der trojanische Pudel“ orientiert sich an der klassischen Vorlage Goethes. Fausts Dilemma eines unstillbaren Wissensdursts findet durch die Problematik des Liebeshungers eine Ersetzung. Die Collage des Fauststoffes mit neuen Texten und die sich daraus eröffnenden Assoziationsräume erzählen eine wahre, vielseitige und dennoch nicht weniger verworrene Liebesgeschichte.

Foto: Mim Schneider

Vier Spielerinnen und Spieler: Margarethe, Heinrich, Mephisto und Helena wagen sich auf die Bühne, um sich der Liebe zu stellen. Die Zuschauenden erleben im Laufe des Abends Versatzstücke einer Liebesbeziehung, immer begleitet von der Frage, ob die „Liebe“ einen Ausweg aus Depression und Unheil zu schaffen vermag oder aber Auslöser derselbigen ist.


Spiel: Clara Becker,  Len-Henrik Busch,  Lukas Olszewski, Elise-Maria Ose | Regie: Sophie Östrovsky | Bühne: Annett Möller | Kostüm: Caroline Täschner | Musik: Cindy Weinhold