Die wundersame
Relativität des
Findens

von Wagner/ Rex

„Monika reich mir mal das Schwert rüber“, sagte Skylla und fraß den Alten. Drei Spielerinnen auf dem Weg zur großen Erzählung stolpern über Stock und Stein, Hekate öffnet die Welten und die drei Moiren treten ein. Während ein Wal vom Himmel fällt und der Wettstreit der Heldinnen beginnt, suchen die drei Schicksalsgöttinnen ihre Körperteile zusammen. Im Netz der Geschichten besingt Persephone den Hades, während Echo ihrer Stimme nachweint und Menschen wie Kugelfische aussehen. Schicksale werden gesponnen und unter Wasser gesetzt, verknüpft und durchgeschnitten.

Bunt und verschachtelt erfinden sich Heldinnen mit Rückenproblemen in Abenteuern gegenseitig neu. Dort wird ein Bärenfell drapiert, da ein Riese erschlagen und hier an einer Leber genagt. Nun gut, kurz gefasst: wir sind für allerlei verantwortlich und in der Hölle scheint die Sonne.

Foto: Mim Schneider

In Die wundersame Relativität des Findens ergeben vereinte Versatzstücke aus der griechischen Mythologie mit Schnipseln aus Popliteratur, -kultur und -musik ein Wollknäuel an roten Fäden. Im Vordergrund: Drei Spielerinnen und zwei Musikerinnen, die uns im großen Wettkampf um ein Auge durch ungewöhnliche Geschichten führen.

Das Projekt wurde gefördert von: FSR Germanistik, FSR Theaterwissenschaft, FSR Physik, FSR Kulturwissenschaft, FSR Wirtschaftswissenschaft und FSR Soziologie


Spiel: Clarissa Schneider, Karoline Günst, Jennifer Demmel | Musik: Johanna Jäkel und Valeria Drotskaja | Regie: Dorothea Wagner | Dramaturgie: Johanna Rex | Kostüm: Leonie Kramp