Generation X

inspiriert von den Geschichten Douglas Couplands

(R: Christian Hanisch | A: Daniel Laska | D: Christian Backhauß, Falko Köpp, Sabrina Weidner)

Drei Freunde lassen ihr bisheriges, von Karriere und Bürojobs geprägtes Leben hinter sich und ziehen kurzentschlossen in die Wüste. Alle drei verbindet die gleiche innere Leere und Perspektivlosigkeit angesichts einer von Modewahn und Karrieredenken bestimmten Gesellschaft. Sie haben sich für ein bewusstes Leben jenseits gesellschaftlicher Zwänge und Erwartungen entschieden, das sie nach ihren persönlichen Bedürfnissen gestalten wollen. Sie erzählen sich Geschichten und erschaffen so eine Welt, in der es sich lohnt zu leben und die durch Bewusstheit und Gegenseitigkeit geprägt ist. So widmen sie sich wieder all jenen Dingen, für die sie in ihren früheren Leben nie Zeit gehabt haben, jenen Dingen, die ihre Freunde und Familien nie und nimmer gebilligt hätten. Sie führen in ihrer Abgeschiedenheit ein völlig unspektakuläres Leben und stellen sich ausgerechnet damit gegen die gesellschaftliche Norm.

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Das Stück nimmt den Anfang der 90er erschienenen Roman von Douglas Coupland über die Generation der in den 1960er und 1970er Jahren Geborenen zur Inspiration. Es handelt vom Ausbruch aus dem Alltag und dem großen Traum eines selbstbestimmten Lebens. Die Cammerspiele sind Wohnraum, Rückzugsort und selbstgestaltetes Paradies für die drei Aussteiger und die Zuschauer sind dazu eingeladen mit den drei Protagonisten in diesem Raum einen Abend zu verbringen. Sie werden mit ihnen picknicken, philosophieren und sich ihre Geschichten anhören. Es wird keine „Bühne“ geben und keinen Zuschauerraum, denn alle teilen sich denselben Raum.

LVZ (Mark Daniel): „Letztlich wird klar: Der Mensch ist zum dauerhaften Glück nicht fähig. Da wirkt es beinahe wie ein makaberer Trost, wenn zum Schluss der Atompilz für Ruhe sorgt.“

foto: mathias schäfer
Foto: Mathias Schäfer