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Gotham City I – Das Stück. Eine Stadt sucht ihren Helden.

von Rebekka Kricheldorf | Koproduktion von die bühne (Dresden) und Cammerspiele Leipzig

 

„Ganz egal, wie oft man die Welt rettet,
sie schafft es immer wieder sich in Gefahr zu bringen.
Ich meine, die soll doch einfach mal gerettet bleiben!
Nicht wahr? Für ’ne Weile wenigstens.“

(Mr. Incredible in „The Incredibles“)

Wo ist Batman, wenn man ihn wirklich braucht? Im düsteren Moloch Gotham City herrschen Korruption, Sucht, Lethargie und Selbstbetrug. Die Stadt wird von Menschen bewohnt, die sich unfrei fühlen, weil sie sich in alle nur denkbaren Spielarten der Abhängigkeit verstrickt haben.

Sheriff Gordon Biff ist sauer: sein alter Rivale Harry Meyers wurde aufgrund einer Generalamnestie für Kleindealer vorzeitig aus dem Knast entlassen. Gordon will das Schwein festnageln. Nur wie? Ihm bleibt nicht viel Zeit, denn die Stadt ist kurz davor vor die Hunde zu gehen…

Gotham City – Eine Stadt sucht ihren Helden ist die erste gemeinsame Produktion der Cammerspiele aus Leipzig und dem Dresdner Theater die bühne. Das Team besteht aus Schauspielern und künstlerischen Mitarbeitern aus beiden Städten. Gemeinsam werden wir unsere Maskierung fallen lassen, das Zauberwort flüstern und das Gewitter herauf beschwören. Es ist an der Zeit , die Welt zu retten!

Das Stück stammt von der jungen Dramatikerin Rebekka Kricheldorf, welche u.a. mit dem Kleist-Förderpeis ausgezeichnet und 2005 mit ihrem Stück Die Ballade vom Nadelbaumkiller zu den Mühlheimer Theatertagen eingeladen wurde. Gotham City – Eine Stadt sucht ihren Helden ist der erste Teil einer Trilogie, die ihre Uraufführung 2010 im Theaterhaus Jena hatte.


ad rem. Die unabhängige Hochschulzeitung in Dresden (Marie-Therese Greiner-Adam): „Die Inszenierung unter der Regie von Sebastian Börngen ist großartig. Die Schauspieler passen in ihre Rollen wie die Heldenfaust aufs Schurkenauge. Gelungen: die comichaften Kostüme (Henrike Katharina Fischer) und die raffinierte Bühne (Christine Ruynat). […] Zum Schreien: die Kampfszenen. Fazit: Ein Comic mit diesen schrulligen Antihelden wäre wirklich lesenswert.“


LVZ (Matthias Pöls): „Durch die comicartige Inszenierung kommt trotz des schwerlastigen Themas keine Langeweile auf. […] Mit fast nur ein paar Jalousien, geschickt eingesetzten Licht-, Video- und Soundeffekten hat Regisseur Börngen ein vielschichtiges Bühnenbild erschaffen, in dem Comic-Helden gesucht und echte Antihelden gefunden werden.“


ArtiLeipzig (Victoria Vorbröker): „Die Rollen scheinen den Schauspielern auf den Leib geschnitten. Der schlacksige Doktor zwischen Resignation und Wahnsinn, die ehrgeizige, etwas spießige Professorin, der „hard-boiled“ Cop, der Kleinkriminelle im Jogginganzug. Die Schauspieler bewegen sich auf der Bühne wie Profis. […] Das Stück nimmt sich nicht zu ernst und das ist erfrischend und ehrlich.“


Regie: Sebastian Börngen | Dramaturgie: Dorothea Wagner | Bühne: Christine Ruynat | Kostüme: Henrike Katharina Fischer | Regieassistenz: Rico Dietzmeyer | Es spielen: Lili Santana Costa, August Geyler, Thalja Illerhaus, Sarah John, Kristin Siegert, Timo Raddatz, Karsten Zahn