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Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau

ein Roman von Björn Stephan | in einer Bühnenfassung von Anna-Karoline Schiela & Johann Christoph Awe | Uraufführung

Klein Krebslow mag wie eine typische, uncharmante und eintönige ostdeutsche Plattenbausiedlung aussehen. Für die Menschen, die dort wohnen, ist es Heimat.

Hier verlieben sie sich zum ersten Mal und müssen Abschied nehmen. Hier träumen sie und werden enttäuscht. Hier gibt es Elton John-Fans, besondere Wörter aus fremden Sprachen, Neonazis, einen alten Herren aus einem fernen Land. Und den dreizehnjährigen Sascha Labude. Seinen Vater, der kein Wort mehr spricht. Ein ganz besonderes Mädchen. Und das Rauschen der Ostsee.

Und dann ist da noch dieses Land, das verschwunden ist. Und Menschen, die damit zurechtkommen müssen.

“Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau” nimmt uns mit in den Osten Deutschlands Mitte der 90er Jahre und stellt Fragen: Was macht unsere Herkunft mit uns? Wie sehr ist unser Weg vorgeprägt? Was passiert, wenn das Land, in dem wir geboren wurden, plötzlich nicht mehr existiert? Und was machen wir, wenn uns uns manchmal die Worte fehlen?

Ein poetischer Abend mit Live-Musik. Eine Reise zu den Phänomen einer Jugend in den Jahren des Umbruchs. Mal heiter. Mal melancholisch.


Spiel: Thomas Deubel & Uwe Kraus | Regie: Anna-Karoline Schiela | Dramaturgie: Johann Christoph Awe | Assistenz: Maxi Pröger | Klavier: Natalia Yakovenko | Voiceover: Jennifer Demmel


Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Hamburg.


Die Inszenierung wurde unterstützt von der PUMA SE und ist gefördert von der LEIPZIGSTIFTUNG.