Rausch

nach August Strindberg

nach August Strindberg

(R: Sebastian Börngen | Dramaturgie: Elisabeth Schaber | Assistenz: Eszter Dunkl | Musik: Jasmina Rezig | D: Sarah Ahlschwede, Tanja Haberland, Sophie-Luise Lenk, Martin Skurt, Karsten Zahn)

Der Vorhang fällt und Maurice ist vom Erfolg seines neusten Stückes elektrisiert. Rastlos treibt er auf der sich anschließenden Premierenfeier umher. Alle sind am Tanzen. Die Schallwellen der Musik lassen die Körper vibrieren und der Idealzustand größten Glücks ist erreicht. Von den Zuschauern bejubelt und vom Ensemble verehrt, will er an diesem Abend jedoch mehr: den Exzess leben. Gemeinsam mit Henriette, der Freundin seines besten Freundes, spinnt er sich ein Leben ohne Verantwortung, Mäßigung und Familie zusammen – mit tödlichen Konsequenzen.

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Wenn aus Lust Zerstörung wird, verschwindet die Grenze zwischen gut und böse. Im Rauschzustand gibt es keine Moral und auch kein schlechtes Gewissen mehr. Doch entbindet die Entgrenzung von der Rechenschaft für unser Handeln? Oder zählt der größte Schmerz der anderen am Ende nicht sogar weniger als das eigene Vergnügen?