RETROGLYCERIN

von Nils Matzka | theater.kollektiv rosabeuys

Eine Familie in Ostdeutschland. Anne, eine alleinerziehende Mutter, die vom Narrativ des Neoliberalismus und der Nachwendezeit enttäuscht wurde. Zwei junge Erwachsene, Max und Laura, die nicht verstehen, warum ihre Mutter auf einmal gar nicht mehr so ein Problem mit rechter Politik hat. Dazu noch Jendrik, der einmal Lauras bester Freund war, bevor er seinen Selbstoptimierungsfantasien erlegen ist. Warum soll er sich jetzt darum kümmern, dass Laura wieder zur Schule geht? Und was haben Mettigel, Phillip Amthor, Steven Morrissey und Marine Le Pen damit zu tun?

Auf der Folie der Figuren aus „Die Glasmenagerie“ von Tennessee Williams überschreibt das theater.kollektiv rosabeuys den amerikanischen Dramenklassiker, um das aktuelle politische Klima zwischen Wut, Angst und Vergangenheitssehnsucht zu untersuchen. Ein Theaterabend voller Familien-Realtalk, Retro-Vintage-Chic und verklärter Vergangenheit, geleitet von der Frage, wie wir das eigentlich alle noch aushalten sollen, wenn Rechtspopulismus demokratisch legitimiert ist.


Es spielen: Lea Mergell, Nicolaj Gnirss, Jessy James LaFleur, Franz Victor Blumstock, Sonia Glade | Bühne & Kostüm: Jenny Bretschneider | Video: Judith Behrens | Musik: Arne Herrmann & Franz Viktor Blumstock | Choreographie: Rebecca de Toro | Regieassistenz: Wilma Weigelt | Konzept, Regie und Dramaturgie: Arne Herrmann & Nils Matzka | Lektorat & Programmheft: Josephine Scholl


Das theater.kollektiv rosabeuys besteht seit 2017 und hatte mit SIE MÖGEN SICH die erste Premiere im LOFFT – Das Theater, damals noch als Gruppe Ohne ist schöner. Diese Produktion wurde 2018 zum Theatertreffen der Jugend im Rahmen der Berliner Festspiele eingeladen. Die zweite Produktion „Ungeliebter Nacktmull“ (als Kollektiv WasDuNichtSagst) hatte 2018 Premiere im Ost-Passage Theater.


Gefördert vom StuRa Universität Leipzig, dem FSR Soziologie, FSR Anglistik/Amerikanistik und FSR Politikwissenschaften der Universität Leipzig sowie dem FSR der Philosophischen Fakultät 1 der Martin-Luther-Universität Halle.


Gefördert durch das Studentwerk der Universität Leipzig

Gefördert durch das Studentwerk Leipzig