Schön ist es auch anderswo
und hier bin ich sowieso

ein Hörstück mit Camera obscura | Carminski-Hauser-Kollektiv
NewCammer - Nachwuchsregisseure in den Cammerspielen

„Wir leben und wissen nicht wozu. Wir sterben und wissen nicht wohin. Leicht ist zu sagen, was man jetzt und nachher will. Aber niemand kann angeben, was er überhaupt will in diesem doch so zweckhaften Dasein. Mich wundert, dass ich fröhlich bin – sagt ein alter Türspruch.“ (Ernst Bloch)

Waren Sie schon einmal in einem Kopfkino? Hier haben Sie die Möglichkeit. Hereinspaziert! Hereinspaziert! Begeben Sie sich auf eine kleine Reise. Fangen Sie jetzt an!

Foto: Mim Schneider

Was steht zwischen uns und der Utopie? Wo verorten wir uns innerhalb der Gemeinschaft? Wie gelangen wir vom Individuum zum Kollektiv? Wo bleiben wir hängen? Bei den eigenen Ängsten? Sind sie zu benennen, zu überwinden? Oder ist alles gut so, wie es ist?

Im Zentrum des an den Cammerspielen entwickelten Hörstücks des Leipziger Carminski-Hauser-Kollektivs steht eine persönliche Befragung. Ein beschützender Kubus im Theatersaal wird dabei zum Ort der Selbstbegegnung. Performative Körperlichkeit sowie Videostücke des Leipziger Künstlers Stefan Hurtig setzen am Ausgangspunkt der Befragung an, um die Begegnung des Publikums mit sich selbst wortwörtlich in den Raum zu werfen.

Ein Hörstück mit Camera obscura. Eine Begegnung der eigenen und kollektiven Haut. Eine Einladung.

Kommen Sie vorbei.
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Konzept und Regie: Carmen Orschinski | Text: Nick Hauser | Video: Stefan Hurtig | Regieassistenz: Chris Michalski | Mit: Markus Falk, Thomas Braungardt, Stefan Hurtig sowie Ernst Bloch, Theodor Adorno u.v.m.


Eva Finkenstein | Leipziger Volkszeitung | 25./26.05.2019: „Denn ‚Schön ist es auch anderswo …‘ ist textlich und auditiv sehr stark und durch die vielfältigen Bezüge eine Herausforderung an den inneren roten Faden.“


Carmen Orschinski | Performerin, Grafikerin, Musikerin
Studierte Neue Medien/Design sowie Logik/Wissenschaftstheorie/analytische Philosophie. Mitwirkung in Chören am Schauspiel Leipzig, sowie freie Theaterarbeit, u.a. mit Copy and Waste (Berlin) und Angelika Waniek (Leipzig). Sie ist Teil des Synthpopduos AMORE MEOW. Für „Dark Star“ in Zusammenarbeit mit Christian Hanisch (DAS ÜZ) erhielt sie 2015 den Leipziger Bewegungskunstpreis. Mit SCHÖN IST ES AUCH ANDERSWO UND HIER BIN ICH SOWIESO zeigt sie mit ihrem Kollektiv CARMINSKI HAUSER in den Cammerspielen Leipzig ihr Regiedebut, welches u.a. in Kooperation mit dem Videokünstler Stefan Hurtig entstand. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.


Stefan Hurtig – Video artist
He studied Media Arts at the Academy of Visual Arts (HGB) Leipzig and was a master-class student of Alba D’Urbano. He currently is a Lecturer in Exhibition Making and Presentation Techniques at BURG Giebichenstein, University of Art and Design in Halle. His video performances and installations fathom the influence of digital image culture on our conception of the self. Methods of sampling, remixing and reenacting images, language and text characterize this interdisciplinary artistic approach. Latest works present a sceptical view on the topics of the economy of creativity and self-optimization.

 

Gefördert durch das Studentwerk der Universität Leipzig

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