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SHINY HAPPY PEOPLE

ein Patricia Highsmith Projekt | von Johann Christoph Awe & Swen Lasse Awe

Die geplante Premiere sowie die Aufführungen von „SHINY HAPPY PEOPLE“ vom 21.-24. Januar 2021 vor Ort werden ins Frühjahr 2021 verschoben. Das Team um Johann Christoph Awe und Swen Lasse Awe gibt aber online erste Einblicke in die Produktion zum Werk von Patricia Highsmith und sendet am Tag der geplanten Premiere SHINY HAPPY GREETINGS! Kurze Geschichten. Gewöhnliche Psychopathen. Das Video wird ab dem 21. Januar, 20 Uhr hier, auf Facebook und Instagram zu sehen sein. Kann Spuren von Grausamkeit enthalten. Und Scotch!


Alternative Fakten. Egoismus. Isolation. Die Romane von Patricia Highsmith erzählen mehr über unsere Gegenwart, als uns womöglich lieb ist.

Zu ihrem 100. Geburtstag ist es an der Zeit, Highsmiths Heldinnen und Helden im Lichte aktueller Diskurse zu betrachten. Den Schatten nachzuzeichnen, den die Polarisierung und die Paranoia der 1950er Jahre auf unsere Zeit werfen. Wie erginge es heute beispielsweise dem „talentierten Mister Ripley“, Highsmiths ikonischem Mörder und Hochstapler? In einer Welt, in der sich Menschen wie selbstverständlich virtuelle Alter Egos zulegen, um im Schutze der Anonymität Grausamkeiten auszuleben.

Foto: Mim Schneider

Drohen wir in diesen verrückten Zeiten Wiedergänger*innen von Highsmiths Ego-Maschinen zu werden, denen kein Preis zu hoch ist, solange er das eigene gesellschaftliche Überleben garantiert? Riskieren wir in Krisen wie der jetzigen, wie ihre Charaktere zu vereinzeln, unseren Zusammenhalt und unsere Zugehörigkeit zu verlieren? Wozu sind wir bereit, um unseren Status in der Gesellschaft und auch im persönlichen Umfeld zu wahren?

Shiny Happy People ist eine Begegnung mit Patricia Highsmiths „gewöhnlichen Psychopathen“. Ein dokumentarisches Theaterprojekt. Eine literarische und musikalische Collage.


Konzept & Regie: Johann Christoph Awe & Swen Lasse Awe | Spiel: Jennifer Demmel & Anna-Karoline Schiela | Assistenz: Aleksandr Sterlev | Logistik: Michael Fürch


Besonderer Dank geht an: Matthes & Seitz Berlin, Zweitausendeins, NordPark Verlag, Vandenhoeck & Ruprecht


Johann Christoph Awe arbeitet als freier Kulturmanager, Redakteur und Theatermacher in Leipzig. Er hat an den Cammerspielen Leipzig u.a. Abende zu den Werken von Wolfgang Borchert (mit Swen Lasse Awe) und Georges Simenon entwickelt. Dort begleitete er auch mehrere Produktionen (z.B. „Einsame Menschen“ | Regie: Danilo Riedl und „Hedda Gabler“ | Regie: Falko Köpp) als Dramaturg. Mit Regisseur Christian Hanisch arbeitete er für die Inszenierungen „I would prefer not to“  und „Wildwechsel im Park“ (im Rahmen des Lichtfests 2019) zusammen.


Swen Lasse Awe studierte Regie an der Otto Falckenberg Schule in München und Europäische Literatur an der Universität Mainz. Mit der Uraufführung von Wilke Weermanns Stück „Abraum“ an den Münchner Kammerspielen wurde er 2017 zum Körber Studio Junge Regie eingeladen. In den vergangenen Spielzeiten inszenierte er unter anderem am Thalia Theater in Hamburg, am Theater Bielefeld und am Neuen Theater Halle. Er lebt als freier Regisseur in Hamburg.