sister from another sister

Eine performative Suche nach angeblich verlorenen
Geschwisterschaften | von DIE GESCHWISTERCHEN

„Ich habe die Brüste der Elektra entstaubt“
Josefs Mann

Vier Stimmen rufen nach ihren Geschwistern und finden dabei versteckte Hoffnungen und Leerstellen. Durch ihre intimen Erzählungen öffnet sich das Tor der Geschichte: Eine Familienchronik entsteht, gewebt aus mythischen Stoffen, Youtube-Videos und verschollen geglaubten Fragmenten aus eigenen Erinnerungen.

Foto: Cihan Çakmak

„sister from another sister“ ist ein Familienfest der besonderen Ordnung. Nur wer eine Schwester an seiner Seite weiß, wird die Orgie der häuslichen Enge und Zwänge überstehen. Oder sind es gerade unsere Brüder, vor denen wir versuchen zu fliehen; in die Familienarchive unserer Kulturgeschichte? Orest und Iphigenie, Klaus und Erika oder gleich zehn ältere Brüder: Geschwister lauern überall! Kein Entkommen aus den eigenen Blutsbanden, nirgendwo. Auch nicht für das Publikum, das dabei selbst zum Clan wird, zum Archiv. Und die Behauptung der Geschwisterschaft wird zur alles bestimmenden Realität.

Eine Koproduktion von DIE GESCHWISTERCHEN und Cammerspiele Leipzig, gefördert von der Fachschaft Theaterwissenschaft der Universität Leipzig.


Konzept, Realisierung & Performance: Kornelius Friz, Leon Imeri, Johanna Landt, Nora Scherer, Stefanie Hauser, Theresa Zwerschke | Bühne: Johanna Landt, Theresa Zwerschke | Kostüm: Paula Fischer | Lichtdesign: Ulysses Fontaine | Sounddesign: Ben Meerwein