Unser großes Album elektrischer Tage

Eine Theaterproduktion von James & Priscilla nach dem Roman von Johanna Maxl | für Erwachsene und Jugendliche ab 14

Eine Gruppe von Kindern wird von ihrer Mutter verlassen. Statt ihren widersprüchlichen Erinnerungen nachzuhängen, entschließen sie sich ihr Haus zu verlassen und sie zu suchen. Dabei stoßen sie an die Grenzen dessen, wer diese Frau überhaupt ist. Sie fragen sich, ob es so etwas wie feste Identitäten gibt und warum alle in ihren Rollen gefangen sind – sei es Mutter, Kind oder irgendetwas anderes.

Foto: Jakub Šimčik

Die Theatergruppe James & Priscilla verschneidet den schillernden Text von Johanna Maxl mit Popsongs der letzten Jahre und erzählt so Geschichten aus der Sicht der Kinder („She was so good at being in trouble“ – Unknown Mortal Orchestra) und der Mutter („All you want is Nikes“- Frank Ocean). Mit ihrer Form des minimalistischen Konzert-Theaters erschafft die Gruppe auf der Bühne ein Album voller Sehnsucht und den großen Versprechen von Pop-Musik: Emanzipation und Verbundenheit.

Der Roman „Unser großes Album elektrischer Tage“ der Leipziger Autorin Johanna Maxl erscheint 2019 im Verlag Matthes & Seitz.

Gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen, das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover und die Hans Thomann-Stiftung.


Von und mit James & Priscilla: Clara Minckwitz, Felix Scheer, Nicolas Schneider, Aishe Spalthoff, Jasper Tibbe | Text und dramaturgische Unterstützung: Johanna Maxl | Künstlerische Assistenz: Miriam Bähr | Produktionsleitung: Zwei Eulen


Kornelius Friz | kreuzer — Das Leipzig Magazin | Mai 2018: „Lustvoll unterspannt geht das in den Cammerspielen über die Bühne. Die Texte sind komisch in ihrer Leichtigkeit, poetisch in der Ernsthaftigkeit der Vortragenden. (…) Kurz bevor die postironische Haltung langweilig werden könnte, berührt das Stück etwas Eigenes. Etwas, das daran erinnert, warum man gut daran tut, noch nicht erwachsen zu werden.“

Steffen Georgi | Leipziger Volkszeitung | 10.03.2018: „Ach, der schöne, fadenscheinige Stoff des Pop! Prägend wie Mütter und Erinnerungen. Und wenn es dann zum Ende im Stück so schön heißt ‚Wir gehen jetzt unsere eigene Person sein‘, ist schwer zu sagen, ob die Kids da einer emanzipatorischen Utopie folgen oder einer Illusion erliegen.“