Adams Äpfel

nach dem gleichnamigen Film von Anders Thomas Jensen | Regie: Danilo Riedl
Deutsch von Beate Klöckner | Bühnenfassung von K. D. Schmidt
In der Galerie KUB

Achtung! Es sind bereits ALLE Vorstellungen ausgebucht!
Es besteht die Möglichkeit, ab 18.45 Uhr direkt an der Abendkasse in der Galerie KUB (Kantstraße 18) nicht abgeholte reservierte oder im Vorverkauf erworbene und zurückgegebene Karten zu bekommen.
Reservierte Karten sind bitte bis spätestens 19 Uhr abzuholen, danach gehen sie in den freien Verkauf!

Ivan ist Landpfarrer einer kleinen Gemeinde und kümmert sich hingebungsvoll um Ex-Gefangene, die er auf seine ganz eigene Weise versucht zu resozialisieren. In Ivans Kirche arbeiten zwei Schwerverbrecher. Der Araber Khalid, der gerne Tankstellen überfällt und wahllos auf Menschen schießt und Gunnar, ein ehemaliger Tennisprofi mit Alkohol- und Esssucht sowie einer Vorliebe für nicht ganz legale Sexualpraktiken.

Seit neuestem betreut er Adam, einen gewalttätigen Neonazi mit Schlägervisage und Hitlerbild. Ivan lässt nichts unversucht, ihn in seinem grenzenlosen Optimismus wieder auf den rechten Weg zurückzubringen, doch Adam hat für das Weltbild des Pfarrers kein Verständnis. Er lebt und handelt nach dem Motto: „Der Stärkere gewinnt.“ Die Situation spitzt sich zu, alles läuft auf eine Katastrophe hinaus, bis es scheint, als mische sich der Allmächtige höchstpersönlich in das Geschehen ein…

Foto: Mim Schneider

Zwei Weltbilder treten in „Adams Äpfel“ gegeneinander an: „Gutmensch“ gegen Neonazi. Die Figuren des Stückes müssen sich ständig zwischen diesen beiden Extremen entscheiden. Absolute Wahrheiten prallen unverhandelbar aufeinander, ohne Zwischenräume, in denen ein Dialog möglich wäre. Das Stück tut alles dafür, die Zuschauer immer wieder in Gewissensfallen zu locken, indem ständig die Grenzen des guten Geschmacks und des gesellschaftlich Akzeptierten „in Wort und Tat“ überschritten werden. Dafür wird eine Geschichte voller janusköpfiger Figuren erzählt, ein bitterböses Sommertheater-Märchen mit viel Musik und schwarzem Humor.


Es spielen: Karoline Günst, Paul Becker, Ralf Donis, Christian Feist, Falko Köpp, Fabian Trott, Dietmar Voigt | Regie/Bühne: Danilo Riedl | Konzeptionelle Mitarbeit: Christian Hanisch | Musikalische Einstudierung/Choreographie: Kristin Nicolai | Regieassistenz: Victoria Weber


Danilo Riedl, *1982, ist Geprüfter Kulturmanager, arbeitet seit 2006 als freier Regisseur und Schauspieler in Leipzig. Er war bereits in über 25 Produktionen als Regisseur und Schauspieler an den Cammerspielen Leipzig tätig, daneben auch in zahlreichen anderen Projekten der Freien Szene Leipzigs (u. a. Inselbühne, Theaterturbine, Das ÜZ, Knalltheater, Theater fact, Bühne LE, SonderEntertainmentKommando). Von 2008-2010 arbeitete er am Centraltheater Leipzig als Regieassistent. 2010 gewann er als Schauspieler den Sächsischen Amateurtheaterpreis für die Cammerspiele-Produktion „Darjeeling Express“ (Regie: Christian Hanisch). Zu seinen letzten Inszenierungen an den Cammerspielen Leipzig zählen „Blondi oder die sexuellen Neurosen der Eva Braun“ (2016), „Einsame Menschen“ (2017) und „Mercedes“ (2018).