Himmelskörper

von Philipp Hartmann

„Da ist das Haus.
Hinter dem Haus ist der Garten.
Dort sitzen wir.
Drum herum ist alles dunkel.
Und im Dunkeln glitzern die Sterne.
Da ist das Haus.
Und im Garten sitzen wir.
Alle drei.“

Jakob. Maria. Thomas. Drei Menschen – ein Haus. Ist da Platz genug für alle? Oder ist das zu eng? Wie viel Nähe brauche ich – und wie viel Abstand? Lässt sich das aushalten? – Und wenn Ja: Wie? – Und wenn Nein: Was dann? Drei Menschen – ein Haus. Nur ein Haus. Über uns der Himmel, und im Himmel glitzern die Sterne. Ist das nicht schön?

„Himmelskörper“ begibt sich auf die Suche nach den Mechanismen von Nähe und Distanz, von Anziehung und Abstoßung, von Zuneigung und Abhängigkeit. Zeit, Raum und Logik lösen sich auf. Aus einer (Lebens-)Geschichte wird ein reißender Erinnerungsstrom, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschwimmen und verschmelzen lässt. Übrig bleibt ein Grundriss, ein Gerüst, ein Skelett der Wirklichkeit, in dem die drei Hauptfiguren sich immer wieder finden und verlieren. Keine Antworten. Nur viele Fragen.


Regie: Kristian Eckstein | Text: Philipp Hartmann | Konzept: Lili Hallmann, Philipp Hartmann | Es spielen: Annina Krause, Julian Thomas, Kristian Eckstein | Musik: Julian Thomas


Autor Philipp Hartmann hat bereits am Spinnwerk Leipzig Theater-Produktionen dramaturgisch betreut und ist u.a. Mitglied beim Autorenkollektiv „Wir mit Stiften“.