Hol mich hier raus, ich bin ein Stern

Fantasy-Satire trifft Hörspiel-Theater | Text und Regie: Thomas Kirsche

Was passiert, wenn ein Stern vom Himmel fällt? Was passiert, wenn die beste aller Herrscherinnen stirbt, ohne eine der beiden Töchter zur Nachfolgerin zu bestimmen? Und was passiert, wenn Doktor Satarian die Chance erhält, einen Stern in seine Finger zu bekommen?

„Hol mich hier raus, ich bin ein Stern“ ist eine Fantasy-Satire, in der schräge Charaktere nicht ganz so schräge Ziele verfolgen. Da ist etwa die Hypochonderin Esmeralda. Um in Ruhe spazieren zu können, zieht sie einen schreienden Stern aus einer Grube. Die Schreie hören zwar auf, aber aus der Ruhe wird nichts, denn der Stern folgt ihr. In der Hauptstadt des Landes versuchen die zwei Prinzessinnen Julie-Cheyenne und Marie-Chantal, die Thronnachfolge auf ihre eigene Art zu regeln. Sie bringen sich gegenseitig um. Aber das misslingt und beide brauchen Hilfe, um nicht zu sterben. Sie kommen zu Dr. Satarian, einem Mann, der seine eigenen Pläne zur Übernahme der Macht hat.

In „Hol mich hier raus, ich bin ein Stern“ wird das Fantasy-Genre bissig aufs Korn genommen und mit Gesellschaftskritik zu humorvollen Hörspiel-Theater vermischt. Dabei ist Hörspiel-Theater eine Weiterentwicklung des Live-Hörspiels. Denn hier wird nicht einfach etwas vorgelesen und mit Geräuschen aus dem Computer aufgepeppt. Beim Hörspiel-Theater werden die Sprecher und Sprecherinnen zu agierenden Figuren, die selbst akustische Kulissen bauen und mit vollem Körpereinsatz dem Gesagten Form verleihen.


Es wirken mit: Lydia Leupold, Magdalena Müller, Melanie Protze, Stephanie Kirsche, Alexander Hartig, Ben Weniger, Alexander Blühm und Greta Magdon | Text und Regie: Thomas Kirsche | Musik: Alexander Hartig | Regieassistenz: Greta Magdon


Thomas Kirsche schreibt und produziert seit zwölf Jahren Hörspiele und leitet Workshops zum Thema. Sein erstes Theaterstück schrieb er 2001 und gewann damit den Förderpreis des Thalia Theaters Halle (Dramatikerwettbewerb Neue Medien). Danach verfasste er diverse Krimikomödien für freie Ensembles. Sein Debüt als Theaterregisseur gab er 2014 beim Schwank „Weihnachten ist eigentlich erst morgen“ (Werkstattmacher Lofft). |  Siehe auch: www.kirschproduktion.de


Jessica Kottas | Leipziger Volkszeitung | 15./16.10.2016: „Beim Spiel mit Licht fabriziert Regisseur Thomas Kirsche ein lustiges Stück mit wenig Mitteln, vollkommen die Fantasie ausnutzend.“